Freie Arbeiten (Beispiel)
Ausstellungsprojekt “Flamenco” 2003 – 2004
| “Mit vier Nägeln aus Silber / nagle ich die Luft deiner Straße fest / damit sie sich ja nicht rührt / wenn du kommst oder gehst”.
Eifersucht oder Liebe, Trauer oder Wut, himmelhohes oder abgrund-tiefes Gefühl äußert sich im Flamenco sehr verlangend und sehr direkt. Es soll nicht gefallen, es soll weh tun. Wir können uns dazu stellen. Fühlen uns dazu eingeladen, ähnliche Gefühle zu erinnern und spielerisch mit ihnen umzugehen. Beim Zeichnen schaue ich auf die Tänzer statt auf das Blatt. Ich bin ganz bei den Künstlern, spüre mich in einzelne Tanzfiguren ein. Einzelfiguren mit einfacher klarer Form inspirieren mich besonders. Wassili Kandinsky hat einmal gesagt, die einfache und große Form ist Wenigen gegeben. Deren Intensität überträgt sich unmittelbar beim Zeichnen. Dem sinnlichen Funken, der überspringt, der mitreißenden Lebensfreude kann ich mich beim Zeichnen nicht entziehen. Stellt sich dieses Gefühl bei mir ein, sitzen die Nuancen – eine Drehung des Fußes, eine Bewegung der Hand – an der richtigen Stelle auf dem Blatt. Ist es da, fühle ich, dass es gelingt. Auch Paco de Lucia sind Nuancen und Details genauso wichtig wie die große Idee. Einzelne Tanzfiguren zeigen mir besonders verdichtet das jeweilig innig besungene und mit der Gitarre gespielte Gefühl. Ich nenne sie Bewegungs-Essenzen, getanzte Gefühlsbilder. Mein Ziel ist es, diese in gezeichnete Gefühlsbilder zu übersetzen. Bewegungen nachahmend, Kräfte erspürend, auf die es in dem Moment ankommt, fühle ich, wo die Schwerkraft ist, wo die Spannung, wo gleichzeitig die Entspannung. Das fließt beim Zeichnen in Bewegungen ein: Große Bildflächen ertanze ich mit Stift und Pinsel, deren Spuren bleiben… In die großen Bilder integriere ich coplas, jene Vierzeiler, die gesungenes Gefühl zum getanzten wachrufen: “Wenn ich einmal sterbe / tu mir einen Gefallen: / mit Zöpfen aus deinem schwarzen Haar/ bind mir meine Hände”. @ 2003 Grit Wendelberger |
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| Ausstellung 11. – 21. April 2003
während des internationalen Flamencofestivals im Tanzhaus NRW, Düsseldorf Eröffnung am 11.4.2003, 18 Uhr Eröffnungsaktion “Flamenco – Impressionen” – Tanzen und Zeichnen mit Lisa Jímenez und Grit Wendelberger Eröffnungsrede von Dietmar Meier-Veit Führung durch die Ausstellung von Grit Wendelberger mit Zeichnungen und Rollbildern (big rolls), entstanden seit den 80er Jahren bis 2003 Ausgestellte Werke “Begegnung zweier Wesen” “Zeichen Mensch” “Flamenco-Szenen” “Copla” |
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Auftragsarbeiten (Beispiel)
Auftragsarbeit Familie Jung – 2007/2008







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